Die passende Rasse finden – Rasseportrait Japan Spitz

Ein Beitrag von Frauchen

Bevor ihr euch einen Hund nach Hause holen wollt, solltet ihr euch gründlich über verschiedene Rassen Gedanken machen, dabei sollte das Aussehen nicht an erster Stelle stehen! Sie sollte genau zu deinem Lebensstil passen. Wer also total sportabgeneigt ist, sollte sich keinen Husky nach Hause holen. Aber auch kleinere Rassen sind nicht umbedingt Couchpotatoes. Wer im tiefsten Norden lebt, sollte sich den Gedanken, einen Chihuahua zu holen, wieder aus dem Kopf schlagen.

Wichtig ist vor allem, abzuwiegen, wieviel Zeit du in deinen Liebling stecken willst und wie viel Zuneigung du ihm geben kannst. Wer Vollzeit arbeitet, für den ist ein Hund, der rassetypisch ungern allein bleibt eher ungeeignet. Natürlich ist alles eine Frage der richtigen Erziehung, aber die wenigsten machen beim ersten Hund alles „richtig“.

Ich habe lange Zeit gebraucht, um alles abzuwiegen, um die für mich scheinbar perfekte Rasse zu finden. Nach langem hin und her, habe ich mich entschieden.

 

Darf ich vorstellen, der Japan Spitz

262_3Kennt ihr schon meine Lieblingsrasse, den Japan Spitz? Nein? Dann müssen wir einiges nachholen! Ich habe nämlich vor kurzem den nächsten Schritt gewagt und bin zum Züchter gefahren, um mir die Rasse genauer anzuschauen und kennenzulernen. Sie hatten zwei süße Schneebälle da, die eine ist die Zuchthündin, ein preisgekrönter Champion, der andere ihr Sohn. Ein aufgewecktes Kerlchen mit viel Drang zum Schmusen. Ich bin einfach nur fasziniert von dieser Rasse. Es ist klar, das wird mein erster Hund!

 

Ein paar Daten und Fakten

Man nimmt an, der Japanspitz stamme vom deutschen weißen Großspitz ab und sei 1920 über Sibirien und Nord-Ost-China nach Japan gelangt. In der Folgezeit wurden bis 1936 weiße Spitze aus Kanada, USA, Australien und China importiert und ihre Nachkommen untereinander verkreuzt, um die Rasse zu verbessern. So hat sowohl der russische Spitz (30 – 35 cm) über China-Mandschurei Eingang in die Japanspitzzucht gefunden als auch der etwas größere Amerikanische Eskimohund (- 40 cm). Auch wenn der kleine fröhliche Japanspitz „wie ein Samojede lächelt“, ist er nicht mit ihm verwandt.

Nach dem FCI Standard sollten sie diese Kriterien erfüllen:

  • Schulterhöhe: 30 bis 38 cm
  • Gewicht: etwa 3,5 bis 10 kg, optimal meist zwischen 5 und 6 kg
  • Fell: mittellang; seidiges Deckhaar mit dichter Unterwolle
  • Farbe: reinweiß
  • Kopf: Spitzkopf, der zur Nase hin spitz zuläuft
  • Körper: gut bemuskelt und etwas länger als hoch, optimales Verhältnis liegt bei 10:11 zwischen Höhe und Länge
  • Schwanz: Hoch angesetzt, wird über dem Rücken getragen
  • Wesen: anhänglich, fröhlich und intelligent; ohne Jagdtrieb, macht keinen Lärm

Der Japanspitz ist ein anhänglicher Familienbegleithund, der ständig die Nähe seines Menschen sucht. Da er sehr aufmerksam ist und mit einem scharfen Gehör ausgestattet, eignet er sich hervorragend als Wächter von Haus und Hof. Weil der Japanspitz nicht lärmt oder grundlos bellt, ist er sowohl im Haus als auch in der Etagenwohnung problemlos zu halten. Er ist ein aufgeweckter, kluger und auch sehr flinker Hund, der bei Gehorsamsprüfungen oder Agility durchaus vordere Plätze erreichen kann. Außerdem fehlt dem Japanspitz der typische Hundegeruch.

 

Charakter und Wesen

Was macht den kleinen Asiaten so beliebt? Der Japanspitz ist von grundauf eine Frohnatur. Lebhaft und bisweilen sehr temperamentvoll, besonders in der Jugendzeit, ist er immer zu einem Spielchen aufgelegt, verhält sich im Hause jedoch ruhig und gehorsam. Seine Lernfähigkeit ist erstaunlich, er begreift schnell, was von ihm gefordert wird. Da er von Natur aus das Bestreben hat, seinem Menschen zu gefallen, bringt seine Erziehung keine Schwierigkeiten mit sich, wenn sie bereits beim Welpen spielerisch, einfühlsam aber mit Konsequenz einsetzt (hier ein süßes Video, wie der Japan Spitz Kunststücke macht).

Durch seine große Verträglichkeit gibt es mit anderen, auch größeren Hunden keine Probleme. Das heißt aber nicht, dass der Japanspitz nicht auch seine Meinung deutlich vertritt, denn er ist ein selbstbewusster Hund mit intaktem Verhaltensinventar und mutig noch dazu.

Der Japanspitz ist unkompliziert im Wesen und deshalb auch für Anfänger leicht zu halten. Er sucht die Nähe seines Menschen, bleibt bei ihm und legt auch schon mal gern ein Schmusestündchen ein. Auch wenn er ungern alleine bleibt, kann man ihn mit nötiger Konsequenz und Einfühlungsvermögen daran gewöhnen. Lieber allerdings begleitet er seinen zweibeinigen Partner ins Büro und sonst überall hin. Fremden gegenüber ist der Japanspitz als erwachsener Hund zunächst etwas zurückhaltend, schließt jedoch sehr schnell Freundschaft. Er ist seinem Menschen ein anhänglicher Freund liebt aber auch seine ganze Familie, den Kindern ist er ein fröhlicher Spielkamarad, darf jedoch nicht als Spielzeug missverstanden werden.

Der Japan Spitz hat ein edles und elegantes Erscheinungsbild. Von dem reinweißen Fell, das frisch gebürstet besonders anziehend wirkt, bis zu der stolzen Körperhaltung – er ist einfach ein Blickfang. In dieser hübschen Schale steckt aber kein Charakter, der nur wegen seiner Schönheit bewundert werden möchte. Stattdessen findet sich in ihr ein fröhliches und ausgeglichenes Gemüt mit viel Lust auf Bewegung.

 

Ich weiß, dass mit einem Hund viel mehr Verantwortung und Verpflichtungen auf mich zukommen. Ich bin aber bereit meine Freizeit dafür etwas einzuschränken und den Kleinen auch überallhin mitzunehmen, wo es nur geht. Ich stelle mir ein Leben mit Hund so viel schöner vor. Ein kleiner Sonnenschein, der durch dein Zuhause tapselt, allein der Gedanke daran bereitet mir enorme Freude!

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